Was sind serielle Schnittstellen?

Schnittstellen des Computers wie zum Beispiel der PCI Express auf dem Motherboard werden allgemein als serielle Schnittstellen bezeichnet. Dabei handelt es sich vereinfacht ausgedrückt um alle Schnittstellen, welche den PC mit Peripherie-Geräten verbindet.

Bedeutung und Entstehung

Serielle Schnittstellen sind Anschlüsse, welche die Daten hintereinander angeordnet, also in einer Serie (daher auch „seriell“) übertragen. Diese Methode kam das erste Mal mit den RS-232-Modulen auf, welche zur Übertragung der Daten zwischen PCs und Modems Ende der 70er Anfang der 80er Jahre verwendet wurde. Da die Daten über eine Telefonleitung verschickt werden sollten, mussten sie von den seriellen Schnittstellen so umgewandelt bzw. sortiert werden, dass sie auf das begrenzte Datenvolumen der Leitungen, welches nur wenige Kilobyte betrug, passten. Aber auch die Umwandlung von Datenpaketen für den Computer von Modems war mit den seriellen Schnittstellen möglich, weshalb sie Mitte der 80er Jahre auch verstärkt zur Übertragung in lokalen Netzwerken benutzt wurden. Auch bei den einzelnen Hardware-Komponenten im Inneren eines PCs wie der PCI Express Grafikkarte setzten sich die seriellen Schnittstellen durch, da sie eine ununterbrochene Datenübertragung mit einer hoher Taktfrequenz ermöglichten und damit einen reibungslosen Ablauf ermöglichten.

Heutige Schnittstellen

Ein DVI zu D-Sub Adapter einer seriellen Schnittstelle.

Ein DVI zu D-Sub Adapter einer seriellen Schnittstelle.

Auch heutzutage gibt es noch viele klassische serielle Schnittstellen – die meisten davon allerdings im Inneren des PCs auf dem Mainboard. Denn die meisten Entwickler von PC-Karten wie zum Beispiel ATI vertrauen noch auf die ununterbrochene Übertragungsfrequenz von PCI Express und Nachfolgemodellen wie PCI Express 2 und PCI Express 3. Um die Übertragung bei solchen seriellen Schnittstellen aber noch zu erhöhen, werden die Karten mit unterschiedlichen Pins ausgestattet, welche auch eine sogenannte Multi-Layer-Übertragung ermöglichen. Das bedeutet ganz einfach ausgedrückt, dass eine Grafikkarte mit PCI Express nicht mehr nur die Dateien serielle verschickt, sondern sie auf mehrere Übertragungsebenen aufteilt. Wie bei einem Doppeldecker kommen dann mehrere Daten als Block an, denen weitere Datenblöcke folgen. Zwar gibt es auch parallele Schnittstellen für Grafikkarten, aber die seriellen Modelle mit PCI Express werden trotzdem als wesentlich effizienter angesehen.
Aber auch außerhalb des Computers sind noch serielle Schnittstellen, wenn auch nicht mehr ganz so offensichtlich zu finden. Denn auch bei Anschlüssen wie Ethenet und USB werden Daten in seriellen Blöcken übertragen, weshalb diese Anschluss-Typen streng genommen auch zur Gruppe der seriellen Schnittstellen gehören, selbst wenn man bei ihnen nicht mehr unbedingt die einzelnen Pins wie bei einer PCI Express Grafikkarte erkennen kann.